Zum Inhalt
Prominenter Besuch beim Hochschulsport

Handball-National­mannschaft trainiert im Campus-Fitnessstudio

© Luca Thiel ​/​ Hochschulsport Dortmund
Rektor Prof. Manfred Bayer (l.) hieß zusammen mit Kanzler Markus Neuhaus (3.v.l.), Personaldezernentin Maxie Bethge (5.v.l.) und Christoph Edeler, Leiter Hochschulsport (3.v.r.), das deutsche Handballteam im Fitnessförderwerk willkommen und wünschte viel Erfolg für das Länderspiel gegen Ägypten.
Rund um ihr Freundschaftsspiel gegen Ägypten absolviert die deutsche Handball-National­mannschaft mehrere Trainingseinheiten im Campus-Fitnessstudio (Fitnessförderwerk) der TU Dortmund. Rektor Prof. Manfred Bayer, Kanzler Markus Neuhaus und Personaldezernentin Maxie Bethge besuchten das Team am Donnerstag beim Training und überreichten einen TU-Ball als Willkommensgruß. Die Vize-Europameister sind in dieser Woche für einen Lehrgang in Dortmund und treffen am Donnerstag, 19. März, in der Westfalenhalle im Länderspiel auf Rekord-Afrikameister Ägypten.

Auf der Suche nach einem geeigneten Fitnessstudio in der Nähe des Dortmunder Hotels, in dem die Nationalmannschaft untergebracht ist, stieß der Deutsche Handballbund im Internet auf das Fitnessförderwerk des Hochschulsports. „Marvin Verwiebe, der Organisationsmanager der Nationalmannschaften männlich, hat mich angerufen und gefragt, ob die Mannschaft bei uns trainieren kann, was wir natürlich gerne möglich gemacht haben“, berichtet Christoph Edeler, Leiter des Hochschulsports der TU Dortmund über den überraschenden Anruf. 

An drei Vormittagen in dieser Woche nutzt das Team um Bundestrainer Alfred Gislason das Fitnessförderwerk für Athletik-, Kraft- und funktionelles Training. „Unsere hervorragende Ausstattung und die vielen Geräte und Trainingsbereiche haben den Handballbund direkt überzeugt. Zudem ist ausreichend Platz für eine so große Trainingsgruppe“, erläutert Edeler. 

Spitzensport und Studium

Für einige Spieler ist das Umfeld dabei gar nicht so ungewohnt: Sie kennen das Campusleben aus eigener Erfahrung, denn parallel zu ihrer sportlichen Laufbahn absolvieren sie ein Studium – wenn auch an anderen Universitäten. Die Nutzung von Hochschulsporteinrichtungen gehört in ihrem Alltag allerdings eher selten dazu. Zwischen intensiven Trainingseinheiten, Spielen und Vorlesungen bleibt dafür meist keine Zeit.

Den Spagat zwischen Profisport und Studium meistert beispielsweise Rückraumspieler Julian Köster. Der 26-Jährige hat seinen Bachelor in Betriebswirtschaftslehre an der Universität zu Köln absolviert und macht jetzt den Master an der FernUni Hagen: „Ich habe zu Hause ganz früh gelernt, dass Bildung ein extrem wertvolles Gut ist. Ich habe jetzt das Glück, dass ich mein Hobby zum Beruf machen kann, aber ich weiß, dass die Zeit als Handballprofi begrenzt ist. Um nach dieser Karriere einen guten Start ins Berufsleben zu haben, habe ich mich entschieden, parallel zu studieren.“

 

Handball-Nationalspieler Julian Köster studiert Betriebswirtschaftslehre im Master.

An der TU Dortmund studieren Athlet*innen aus ganz unterschiedlichen Sportarten – viele von ihnen verfolgen konsequent den Weg einer sogenannten dualen Karriere. Die Verbindung von akademischer Ausbildung und Spitzensport schafft dabei nicht nur gute berufliche Perspektiven, sondern fördert auch persönliche Kompetenzen wie Organisationstalent, Durchhaltevermögen und Zielstrebigkeit. Wie Fähigkeiten und Erfahrungen, die man im Sport lernt, auch im Uni-Alltag helfen können – und umgekehrt, beschreibt Julian Köster: „Auch im Studium kommt es immer wieder zu Drucksituationen, wenn du bei einer Klausur auf den Punkt bereit sein musst. Das kenne ich vom Handball – auch da musst du am Spieltag zu einer bestimmten Uhrzeit einfach da sein und performen. Die Erfahrung hilft mir im Studium. Umgekehrt lerne ich Fähigkeiten, die mir im Handball helfen – strukturiertes Arbeiten ist ein gutes Beispiel.”

Als Partnerhochschule des Spitzensports begleitet die TU Dortmund ihre studierenden Sportler*innen auf diesem Weg und unterstützt sie dabei, Studium und Leistungssport bestmöglich miteinander zu vereinbaren.

Spiele sind im Free-TV zu sehen

Nach ihrer Lehrgangswoche in Dortmund reist die Handball-National­mannschaft weiter nach Bremen, wo ein weiteres Testspiel gegen Ägypten auf dem Programm steht. Beide Partien sind bis auf wenige Restkarten ausverkauft, werden jedoch live im Free-TV bei ProSieben übertragen.